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catch-all Funktion
(it.recht)
    

Von einer catch-all Funktion spricht man im Zusammenhang mit Domainnamen, wenn alle möglichen Kombinationen unterhalb der (Secondlevel-) Domain auf das Ziel der Hauptdomain umgeleitet werden.

Beispiel: Der Inhaber der Adresse "tisch.de" betreibt unter dieser Seite die Webpräsens einer Tischlerei und richtet eine catch-all Funktion ein. Gibt jetzt ein Nutzer in seinem Browser www.tisch.de ein landet er auf dieser Webpräsens. Gibt er beistell.tisch.de, www.beistell.tisch.de, dieter.tisch.de, hannelore.tisch.de, fisch.tisch.de r.a.tisch.de oder irgendeine andere Kombination unterhalb von .tisch.de ein, gelangt er immer auf die Webpräsens unter www.tisch.de.

Bei Domains deren Name aus einem Gattungsbegriff besteht (Tisch, schön, sauer, süss usw.) kann es mit catch-all zu Namensrechtsverletzungen kommen. Zwar hat der Träger des Namens Dieter Peter Sauer keinen Anspruch darauf, dass Dritte nicht die Domain sauer.de nutzen, er kann aber verlangen, dass z.B. die Thirdlevel-Domains dieter.peter.sauer.de oder d.p.sauer.de nicht auf eine Erotikdomain umgeleitet werden (OLG Nürnberg v. 12.04.2006, Az: 4 U 1790/05).

eMail

Eine solche Sammelfunktion funktioniert auch mit eMail-Adressen. So kann der Inhaber der domain tisch.de alle eMails die an irgendeinName@tisch.de gehen, auf die Adresse webadmin@tisch.de umleiten lassen. Schreibt jetzt jemand an peter@tisch.de, unrat@tisch.de, flughund@tisch.de, unter@tisch.de, sdfsvccq@tisch.de oder eine beliebige andere Kombination, wird die eMail an webadmin@tisch.de weitergeleitet.

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