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Volljährigenunterhalt, Geltendmachung/Auskunftsanspruch/Zuständigkeit
(recht.zivil.materiell.familie.unterhalt.volljaehrige)
    

Der Volljährigenunterhalt ist vom volljährigen Kind selbst geltend zu machen. Die Vertretung durch einen Elternteil endet mit der Volljährigkeit. Dies gilt auch für Rückstände für die Zeit vor der Volljährigkeit.

Auskunftsanspruch

Das volljährige Kind kann, wenn ein Elternteil die Auskunft verweigert, dies darlegen und dann bei der Geltendmachung gegen den anderen dieses Einkommen schätzen (es muss nicht klagen).

Der in Anspruch genommene Elternteil hat aber einen eigenständigen Auskunftsanspruch aus § 242 BGB (Treu und Glauben) gegen den anderen Elternteil, wenn er eine Herabsetzung des Kindesunterhalts begehrt (BGH v. 17.4.?2013 Az. XII ZB 329/12) oder er auf Unterhalt Inanspruch genommen wird.

Eintritt Volljährigkeit während des Prozesses

Tritt die Volljährigkeit während des Prozesses ein, kommt es zu einem Parteiwechsel von Gesetzes wegen. Hinsichtlich der Rückstände besteht die Möglichkeit der Abtretung durch den Volljährigen an seinen Elternteil, dieser kann sie dann im eigenen Namen weiter verfolgen.

Zuständigkeit

=> § 232 FamFG.

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